Amazon kauft Bio-Supermarktkette Whole Foods und steigt in Amerika in den Lebensmittelhandel ein

 

Amazon kauft die Bio-Supermarktkette Whole Foods und steigt in Amerika motiviert in den Lebensmittelhandel ein. Das ist die grosse Nachricht von gestern. (Siehe hier.).

Amazon ist ja nicht nur “die Firma, bei der du online klickst und morgen ist das Päckchen da”. Sondern Amazon ist ein Gigant: 136 Mrd. $ Umsatz bei durchgängig optimierten Prozessen.

Für den Kaufpreis von Whole Foods immerhin stolzen 14 Mrd. Dollar erhält Amazon mit einem Schlag 465 Filialen und wird zu einem wichtigen Mitbewerber im stationären Handel in der real world. [Börsenwert Amazon rund 476 Mrd. Dollar – Amazon kann sich die 14 Mrd. für Whole Foods “also leisten”].

Man kann jetzt vielfältig analysieren. Fest steht aber: der oft [fälschlich!] totgesagte stationäre Handel hat weiterhin eine große Zukunft. Das ist eine Sache der Logik! Denn wenn der erfolgreichste Onlinehändler der Welt in den stationären Bereich vordringt, dann muß der stationäre Handel einfach Zukunft haben …

[1] Inside Amazon’s Battle to Break Into the $800 Billion Grocery Market, bei bloomberg

[2] Fortune zu dem big deal

[3] Zum Thema Automatisierung im Handel die Lebensmittelzeitung Ende April 2017, Mitarbeiter 4.0 Automatisierung gefährdet Handelsberufe”

[4] Amazon als Buchhändler in New York

 

Canonical der Hersteller von Ubuntu plant den Börsengang (IPO)

Vorhin trudelte die Meldung herein, Canonical plane den Börsengang. Der erwähnte IPO ist das initial public offering, der Börsengang.  ZDNET

Man beachte, dass die Kapitalisierung durch den Börsengang eine wirtschaftlich erstaunliche Sache ist, da das Haupt- und Star-Produkt der Firma Canonical schlicht kostenlos ist. Die Cash-Cow der Firma Canonical selbst gibt keine Milch – erst über den Service und Clouddienste kommt Cash hinein …

Noch weniger Arbeitslose …

Kurz vor der Bundestagswahl werden wir bewußtseinsmäßig bei Null Arbeitslosen im Lande sein. Heute bereits kam quasi wahleinstimmend die erste frohe Kunde: die Arbeitslosigkeit ist wieder gesunken.

Die Statistik weist immerhin 175.000 weniger Arbeitslose aus als vor einem Jahr. Gegenüber den März-Werten hat sich die Arbeitslosigkeit um 90.000 vermindert.

Eine gute Zusammenfassung für den Großraum Böblingen/Stuttgart findet man beim Sender SWR1. Die sehr ausführliche Meldung beim SWR findet man kurz vor der Meldung über das Trickfilmfestival in Stuttgart. Im Landkreis Böblingen liegt die errechnete Arbeitslosigkeit jetzt bei traumhaften 3,1 Prozent (3,2) und in Stuttgart bei niedrigen 4,6 Prozent ( 5,5). Beides – sowohl der Landkreis Böblingen als auch Stuttgart – sind die Boom-Regionen im Ländle.

Deutsche Bank meldet: 2017 vermutlich kein iPhone 8

Die Deutsche Bank meldet in einem Insider-Bericht, daß Apple vermutlich in 2017 kein neues iPhone 8 auf den Markt bringen wird [Focus]. Zur eigentlichen Quelle, Value Walk aus dem Bericht von Business Insider Deutschland hier.

“Kein neues iPhone this year”, das kann man bedauern. Man muß aber sehen, dass logischerweise eine gewisse natürliche Sättigung im iPhone-Segment stattgefunden hat. Denn mehr als zwei iPhones kannst Du kaum nutzen: Ein iPhone für die linke Hand und ein iPhone für die rechte Hand. Die Anzahl der Hände stellt den limitierenden Faktor dar. [Es sei denn wir erfinden ein iPhone mit Fußbedienung].

Aber die cash-cow iPhone hat Apple bereits durch andere Produkte ersetzt. Der Apple-Umsatz erreichte trotz leichter iPhone-Marktsättigung ein Rekord-Plus von 4,6 Prozent und einen Gewinn von 11,03 Milliarden US-Dollar. Der Gewinn steigerte sich um 4,8 Prozent. Siehe hier.

Bleiben wir gespannt, was Apple mit seinem neuen (in Bau befindlichen Firmengebäude) anfangen wird. Apple bleibt spannend (- always). Egal ob ein iCar kommt oder der Apple Bezahldienst verstärkt kommt – oder was auch immer.

Jeder Roboter ersetzt zwischen 3 bis 6 Arbeitskräfte

Man kennt ja all die “frommen” Geschichten, die da immer so munter erzählt werden. So Geschichten wie: “allen geht es gut”. Man erinnert sich auch noch gut daran, daß in der ehemaligen DDR (nowadays “die fünf neue Länder”) bei leeren Läden (es gab schlicht nix und davon viel) munter lautstark neue Produktionsrekorde an den Werkstoren gefeiert wurden.

Auch das moderne Märchen, Roboter würden keine Arbeitsplätze vernichten, wurde von amerikanischen Forschern aktuell widerlegt. Von wegen durch Industrie 4.0 und Robotereinsatz würden an “anderer Stelle” “qualifizierte Arbeitsplätze” geschaffen. Es ist wie gedacht, ein Roboter kostet drei bis sechs (6,2) Arbeitsplätze. Was man zum Beispiel hier lesen kann. Selbstverständlich steigt bei Robotereinsatz auch nicht das Lohnniveau. Sondern die Löhne werden rapide fallen.

Sooo – jetzt wird’s richtig hart. Denn auch das letzte Märchen fällt: Der Klapperstorch bringt nicht die Kinder …

Den Armuts- und Reichtumsbericht findet man im Internet

Den aktuellen Armuts- und Reichtumsbericht findet man erstaunlicherweise frei zugänglich im Internet und zwar beim Bundesministerium für Arbeit und Soziales.

Der Bericht ist frei verfügbar, die Seiten sind höchst übersichtlich gestaltet. In einer Rekord-Bearbeitungsdauer von eineinhalb Jahren hat man gründliche Arbeit in die Bearbeitung und Darstellung der Daten gesteckt. Grafiken und Zahlenmaterial kann man frei herunterladen, es gibt keine einschränkenden Lizenzbestimmungen.

Eine sehr durchdachte Funktion ist, dass man einzelne Grafiken in verschiedenen Grafikformaten oder als Acrobat File downloaden kann. Am Ende der Seite sind unter der Rubrik “Studien” [erwartungsgemäß] Studien zum Thema Armut aufrufbar und speicherbar. Unten ein Diagramm zur Wahlbeteiligung.

Diese offene Informationspolitik ist nach dem langen Zeitalter der Restauration mit der Haupt-Maxime und Dauer-Parole des “allen-geht-es-gut” sehr wohltuend. Man kann nur hoffen, daß bei nunmehr verstärkter Bürgerinformation und Bürgerbeteiligung wieder  [auch von den Armen] mehr gewählt wird.

 Armuts- und Reichtumgsbericht
EIN WIRTSCHAFTSSYSTEM FÜR ALLE

Von Gleichheit, von der Ungleichheit und vom leeren Geldbeutel

Die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) hat den gerade erschienen IWF-Bericht schon vor Tagen vorweggenommen. In meinem Beitrag “Kein Geld im Sack – aber happy” hatte ich vom untauglichen Versuch der FAZ – schon im Vorfeld der aufkeimenden Diskussion begrifflich die Fronten zu vernebeln – berichtet.

Nun wurde bekannt, was konkret der IWF berichtet hat. Den Bericht des IWF findet man hier zum Download. 

Entscheidend ist unbedingt, dass der IWF – insbesondere den Industriestaaten – empfiehlt, das bestehende Ungleichgewicht im Einkommen konkret zu bekämpfen. “Längerfristig angelegte Maßnahmen zur Umverteilung könnten erforderlich sein”, schreibt der IWF. Und das ist ein praktikabler Ratschlag, weil man wachsende Ungleichheit auf Dauer mit dem Mantra “allen geht es gut” nicht wegzaubern kann. Zumindest nicht nachhaltig beständig.

Mittlerweile scheint am 12. April 2017 das Problem beschrieben zu werden
[1] Artikel aus der Welt zum Armutsbericht
[2] “Zeit” online – Ein Gastbeitrag von

[3] Eine klare Gegenposition zur These “ohne staatliche Unterstützung sei jeder vierte Deutsche arm” vertritt Thomas Straubhaar vom Weltwirtschaftsinstitut in Hamburg in der “NZZ”