Design-orientierte Unternehmen haben Wettbewerbsvorteile

Im Wettbewerb haben nicht nur harte Faktoren – wie zum Beispiel der Preis – große Bedeutung. Immer mehr bekommen auch weiche Faktoren – wie Design – verkaufsentscheidende Bedeutung. Mithilfe eines [durchgängigen] designorientierten Ansatzes schaffen Unternehmen überzeugende Präferenzen für ihr Unternehmen und ihre Produkte.

Adobe – der Softwarehersteller für Design-Software-Lösungen – hat bei Forrester Consulting eine Studie zum Thema erstellen lassen.

Die Studie finden Sie hier.

 

Das Internet ist der Treiber – auch bei Plakatwerbung

Wenn man sich daran erinnert, wie “protestantisch-nüchtern” die Aktion “Brot für die Welt” noch vor Jahren geworben hat, ist man vom neuen Plakat durchweg positiv überrascht.

Nowadays kommt [aufgrund von Sozialmarketing] die Aktion “Brot für die Welt” sehr peppig und höchst modern daher. Frisch, klar und minimalistisch. Mit viel Weißraum {- man spricht auch bei farbigen freien Bereichen von Weissraum, das Orange steht dem Weißraum nicht entgegen}.

Auch diese Werbeidee ist “vom Internet” bestimmt. Denn das Internet prägt unser Sehen …

[1] Zu Weißraum – Ronny Marx

[2] Die Aktion Brot für die Welt erhält den Preis Social Superbrand Germany

[3] Die “Brot für die Welt”-Page

Sich mit uns als Berater & Digital Designer gegen das Einzelhandelssterben wehren …

Das ist besorgniserregend mit dem Einzelhandelssterben [1], eigentlich auch gar nicht im Kundeninteresse* und wir eigensinnigen Badener und Schwaben wehren uns ganz eifrig mit aller Kraft. Denn das gehört so.

Wie sagt Keynes so prägnant: Auf lange Sicht sind wir alle tot. Und wie sage ich: ein guter Berater & Digital Designer wird Ihnen helfen, Werbung zu machen, das Sortiment zu optimieren, die online-Aktivitäten zu planen und damit den Handels-Tod möglichst weit in die Zukunft zu verschieben [- oder gar auf ewig zu verhindern]. Da will man ja nicht mitmachen, beim Einzelhandelssterben.

Im Bereich Digital Design:
– gestalten wir Flyer und Prospekte;
– Firmenbroschüren (“Imagebroschüren”);
– schaffen riesige Bannertafeln zur Werbung;
– wir könnten sogar eine riesige bald drei Meter hohe Leuchttafel gestalten oder
– wir”trommeln “klassisch” für Sie im Internet” mit dem Showroom Konzept.

Kurzum – wir machen für Sie: Firmen- und Produktwerbung. Die eben nicht vergessen oder übersehen wird. Und das kann man für Dienstleister, Handwerker, Freiberufler und Gewerbetreibende aller Art gestalten.

Heute in Rottweil gesehen. Eine riesige Banner-Werbung auf feinem Polyester: “Qualität und Frische aus der Region”. Eine gute Sache. Nicht alle sind vom Einzelhandelssterben betroffen, denn es gilt der alte Spruch: Wer nicht wirbt, der stirbt. Und es gilt Erlebnis- und Erfahrungsräume für die Kunden zu gestalten!

* Der Kunde schätzt den Einzelhandel. Auch die stoffliche Präsenz der Waren. Der Kunde liebt das Ambiente, will Produkte erfahren und begreifen.

Das Internet liefert die neuen Marktpreise – aber nur als Untergrenze

Man kennt ja die klassische VWL-Theorie: wir haben einen Markt, dort treffen (“prallen”) dann Angebot und Nachfrage aufeinander. Und es bildet sich munter der Marktpreis. Das ist ja eigentlich nicht ganz ungeschickt und gar nicht so unpraktisch.

Mit dem Internet und dem Online-Handel ist zunächst im Internet ein isolierter Marktpreis der Waren, Güter, Dienstleistungen für das Internet entstanden. Die Einzelhändler waren von den Preisen im Internet damals (sintemal) zunächst nicht gar so betroffen.

Mit dem Vordringen des Internets in alle täglichen Bereiche ist der Preis im Internet jedoch auch für den stationären Handel von elementarer Bedeutung als Preisuntergrenze. Nun würde ich definitiv nicht so weit gehen – wie schlaue Kollegen -, daß der Kunde bei einem Mehrpreis von vier Prozent das Online-Angebot dem Angebot im stationären Handel vorzieht.

Meine Gegenargumente sind immer:
1. Vier Prozent Unterschied sind ein “Nasenwässele” und die meisten Menschen können vier Prozent noch nicht einmal ausrechnen oder haben keine Lust dazu. Ich denke ein Preisunterschied ab zehn Prozent wird erst bewusst wahrgenommen. Weil – 10 Prozent sind einfach praktisch zu rechnen.

2. Der Kunde im stationären Handel berechnet sehr wohl seine potentiellen Frachtkosten und den Aufwand beim Empfang des Paketes in seinen Preisvergleich ein. Dies ergibt sehr oft für den Einzelhändler einen Mehrpreis von bis zu 20 %, welchen er aus Kundensicht bei rationaler Kunden-Entscheidung gerade noch verlangen kann. So ab 20 Prozent würde aber dann der Wankelmut einsetzen. Da würde dann der Online-Handel präferiert werden.

Es ergibt sich also für den Einzelhandel immer eine gewisse Pflicht – wie hier in der Fußnote beschrieben – die Internetpreise zu beobachten. Das ist aber eigentlich keine Neuerung, sondern uralte Kaufmanns-Tugend.

Der stationäre Handel steht also durch den Onlinehandel in einer Abweichung von 20 Prozent zum Internetpreis gar nicht so stark unter Preisdruck wie immer behauptet. Denn ein Preisunterschied von rund 20 Prozent ist relativ moderat.

{rem_1.} Die technische Schwierigkeit der Ermittlung eines Marktpreises für den stationären Handel besteht nun darin, daß die Preise im Onlinehandel etwas stärker schwanken, als in der real world. Zum Teil werden auch online Preise angegeben, bei denen die Ware noch nicht einmal physisch vorrätig ist. Oder der Preis wird im Nachhinein korrigiert. Es liegt also ein Preisgefüge unter einer gewissen Unsicherheit vor.


{rem_2}. Es bildet sich in der realen Welt ein Marktpreis (wie gehabt). Der Preis ist aber kein eindeutiger Wert mehr, sondern ein Preis-Intervall. Es bildet sich bei den Güterpreisen ein Preisband. Zum Begriff Preisband, siehe hier.

Am Beispiel Fernseher könnte ein Internetpreis von 300 Euro dem Preis eines stationären Händlers in Höhe von 360 als gleichwertig angesehen werden, wenn der Kunde folgende Rechnung anstellt:

300 Euro + 25 Euro Frachten + 35 Euro “Ärger” = 360 Euro Ladenpreis

“Ärger” ist dann Warten auf den Postboten, Entsorgung der Verpackung, Reklamationsabwicklung, Entsorgung Altgerät etc. Je nachdem welche Kosten-Einschätzung (Kosten-Bewertung) der Kunde über die Frachten und den “Ärger” vornimmt, ist der Internetkauf oder der Ladenkauf vorzuziehen. Der Preis bildet sich im Kopf des Kunden auch unter berücksichtigung von “Ärger”. Der Preisvergleich wird also in der Übergangsökonomie gegenwärtig durch den Gesamt-Kostenvergleich ersetzt. So gesehen hat der reine Internetpreis noch nicht Preis-Signalfunktion. Die [“subjektiven” Gesamt-] Kosten enthalten hier auch die subjektive Größe “Ärger”, die vermutete Kosten sind.

{rem_3} Ein kurzer Artikel zur Preistransparenz. Das was vormals der Listenpreis (nach oben), ist heute “der Internetpreis” (von unten) als Preisuntergrenze.

Das Showroom Konzept als virtuelles Schaufenster

Das Showroom Konzept wird auf breiter Front immer mehr diskutiert. Es ist mittlerweile akzeptiert, dass der Einzelhandel nur überleben wird, wenn der Handel die digitalen Kanäle aktiv bedient und produktiv nutzt. Zur Kundengewinnung, zur Produkt-Service-Präsentation, zur Marktbeobachtung*.

Bei der IHK Darmstadt Rhein Main Neckar findet

am 31. Mai 2017 von 19:00 bis 21:00 Uhr

das 10. Handelsforum unter dem Titel

„Mein virtuelles Schaufenster- Wege zur digitalen Marketingstrategie“ statt.

Zur Anmeldung geht es hier.

* Die Marktbeobachtung wird merkwürdigerweise ganz gerne vergessen. Als Bub habe ich mir ein paar gute Mark verdient, durch Preismerken in unserem großen Supermarkt für unsere kleine Tante-Emma-Händlerin. Marktbeobachtung ist alte Kaufmannspflicht …

 

Visual Impact und Omnichannel im Showroom Konzept

Lassen wir mal diese Probleme wie Investition in die LED-Beleuchtung der Stores. Die aber nicht unerheblich Mittel bindet, sprich Geld kostet. Entscheidender als eine reine Kostenbetrachtung ist für den Einzelhandel die digitale Strategie – denn gerade der Einzelhandel steht durch die Digitalisierung unter Druck.

Zum einen ist durch jene, die bereits via Internet handeln, ein Margenverfall in der real world bei den stationären Händlern eingetreten*. All die (unsichtbaren) Händler im Internet knabbern an den Margen der klassischen Einzelhändler in der real world.

Das Patentrezept: “sollen die Einzelhändler doch online gehen”, kann die Probleme nicht lösen, sondern verschleppt und verzögert sogar noch die Problemlösung. Denn im Internet konkurrieren die Einzelhändler mit den vorhandenen großen Online-Anbietern und den neuhinzugekommenen vielen kleinen Einzelhändlern mit kleinem Shop. Folge: Die vielen kleinen Onlineshops vervespern sich gegenseitig.

Dieses Standardrezept kann’s also nicht sein, da ja der größte Onlinehändler der Welt (und das ist Amazon) in die real world geht. Amazon dringt mit Amazon Fresh in die Bereiche des Lebensmittelhandels vor [1]. Tausende kleine Lebensmittelhändler im stationären Handel werden vom Markt verschwinden [und deren Arbeitsplätze gleich mit].

Eine Lösung kann nur das Showroom Konzept liefern, welches auch auf benchmarking beruht. Nur durch konsequenten Visual Impact sowohl in der (Laden-)Fläche als auch im Store kann eine effektive Handlungsstrategie der Einzelhändler entwickelt werden. Und Visual Impact heißt nicht nur Deko des Stores, sondern Investition in moderne Prozesse und IT-Technik.

[1] Amazon Fresh liefert über DHL aus.

[2] BTE Handelsverband Textil – über Investitionen die Zukunft sichern.

[3] Omni-channel retail A Deloitte Point of View, Feb. 2015


*Als Kostenvorteil des Online-Handels wird gemeinhin immer erwähnt, daß die fixen Kosten der Online-Händler niedriger seien, weil diese eben kein Ladengeschäft unterhalten müssten.

Die Nennung des Kostenvorteils entfallende Mietkosten geht aber am Kernproblem vorbei: Man muß unbedingt sehen, dass gerade der Online-Handel sehr viele der betrieblichen Prozesse konsequent optimiert hat. Der Kostenvorteil des nicht-stationären Handels rührt aus der Optimierung der betrieblichen Prozesse her. 

Optimierung des store designs als Teamaufgabe

 

Dies hier ist die Kurzform eines längeren Beitrages, der an anderer Stelle erschienen ist.

[ Kurzform. ]

1. Durch visuelle Ausrichtung (Stichworte: “Essen-fotografieren” und als Beispiel für eine social media Plattform, die Kommunikation über Bilder ermöglicht: Pinterest. Kommunikation findet heute verstärkt über Bilder statt) wird es notwendig Stores noch mehr sozial* und noch konsequenter optisch ein- und auszurichten.

2. Die visuelle Ausrichtung geschieht nicht allein durch Dekorateure, sondern auch durch “das Mitarbeiter-Team” (einschliesslich der Putzfrau**).

3. Bei dieser verstärkten optischen Teamarbeit ist der Einsatz beispielsweise von whatsapp als Team- und Kommunikationsplattform erforderlich und produktivitätsfördernd. Der Aufbau eines betrieblichen Bilder-Arbeitspools liefert bessere Endergebnisse in der Gestaltung des Stores in Optik und sogar auf die Verkaufsprozesse (!) zum Kunden hin.


* Zur “sozialen” Ausrichtung des Stores. Ein Blick auf das Bild oben: der Abstand Tisch zum Regal ist zu eng. Es fällt auf, es fehlt eine Sitzgelegenheit und ein kleiner Ablagetisch für die Ware des Kunden. Eine Kommunikation des Kunden (untereinander und mit dem Verkäufer) wird so erschwert, bzw. kann vor der Ware nicht stattfinden. Soziale Ausrichtung des Stores ermöglicht die Kommunikation des Kunden und wertet das Verkaufsumfeld auf. So wie oben abgebildet, erweist sich “die Ware” als Blocker und Trenner. Die Ware blockiert so auch den Weg des Verkäufers hin zum Kunden.

** Die Putzfrau weiß um die heiklen Stellen im Store.