Das Apple Event vom Pfingstmontag 2017

Während in Germany mit Pfingstmontag der letzte Tag des Pfingstfestes war, hat Apple in Amerika schon fleissig die neue Apple Hardware vorgestellt. Die Hardware wie immer wunderschön designt und auf den neuesten Intel-Prozessoren basierend. Prinzipiell bekommen wir das in der Windows- und Linux-Welt mit Intel Prozessoren oder den neuen AMD Ryzen-Prozessoren annähernd {vielleicht} genauso gut hin.

Wobei Apple für alle grafikorientierten User gerade speziell die Grafik optimiert hat und dank Metal 2 [siehe hier] aus High-End-Grafikkarten noch einmal mehr Leistung liefert. Das ist schon beeindruckend! Schauen wir mal, ob wir das mit OpenGl auch hinbekommen.

Entscheidend für Anwendungsfreundlichkeit und Performance ist das Betriebssystem und da wird das “da kommende” macOS High Sierra deutliche Verbesserungen bringen. MacOS High Sierra Final kommt im Herbst 2017. Die Verbesserungen in macOS High Sierra werden ganz nett in dem youtube-Film von Arcada vorgestellt.

Zur Apple Site zu macOS High Sierra geht es hier.

Am wichtigsten für Apple war der System-Kern. „High Sierra“ erhält ein neues Dateisystem („APFS“) und wird damit wesentlich schneller arbeiten. Das ist eine grundlegende Geschichte. APFS ist auf die Verwendung von Flashspeichern – wie SSDs – hin optimiert. Da hat Apple optimal Kundenwünsche erfüllt. Sehr schön ist, dass im Browser Safari das interne Tracking minimiert wird. Daten, die man nicht erfasst, kann auch nobody verwerten. Auf Betriebssystemebene wird eine permanente Verschlüsselung möglich. Die reale Leistung können wir aber erst im Herbst bewundern – es ist aber schon eine Beta-Version verfügbar.

Wir Windows- und Linux-User bekommen das mit etwas Aufwand auch hin, aber die Unterschiede zu macOS Sierra können wir erst erleben, wenn es wirklich da ist. Die angegebenen Performance-Schübe sind beeindruckend. Man sollte aber auch berücksichtigen, daß die Apple-Angaben auch unter Marketinggesichtspunkten gemacht sind.

Beschrieben steht es schon hier und natürlich auch bei Winfuture, hier. Apple hat die Fortschritte prägnant mit refinement bezeichnet und das sind ganz wesentliche refinements. Eine Killer-Anwendung ist natürlich Fotos für macOS. Da haben wir in der Windows- und Linux-Welt momentan nichts Vergleichbares. Zu Fotos für macOS, siehe hier.


Anhang.
OpenGL.
LUKS – Betriebssystem verschlüsseln [unter Debian/Ubuntu/openSuse]
Bitlocker Verschlüsselung seit Windows 7 bei den professionellen Windows-Versionen (Pro und Ultimate)

 

Ubuntu für die Arbeit [6] – Linux für Kreative

Ubuntu bietet traditionell eine Version für Kreative an: Ubuntu Studio. Ubuntu Studio ist ein offizielles Ubuntu-Derivat, das speziell für die Produktion von Multimedia-Inhalten erschaffen wurde. In der Grundinstallation sind die wichtigsten Multimedia-Anwendungen enthalten, mit Tools zur Audio-Bearbeitung, Grafikdesign, Videobearbeitung und natürlich Bildbearbeitung.

Das Betriebssystem wurde für all diese Aufgaben optimiert, der Kernel erfüllt Echtzeit-Anforderungen und ist daher unverzichtbar zur Bearbeitung von Videos und Audios. Da es sich um ein offizielles Ubuntu-Derivat handelt, profitiert man auch von allen offiziellen Updates und Repositories, die man für Ubuntu findet.

Unter den Anwendungen, die man für Ubuntu Studio findet, befinden sich einige wirklich herausragende, darunter Blender für 3D-Animationen sowie der Video-Editor OpenShot oder auch die Bildbearbeitungssoftware GIMP.

Unter Linux sind hervorragende Programme zur Bild-, Seiten- und Homepageerstellung verfügbar. Die Software läuft dort stabil und schnell.

Ein grosser Mangel ist, dass es unter Linux nicht möglich ist an die Adobe Cloud heranzukommen. Adobe Software ist der Marktstandard und die Software kann nur unter dem Betriebssystem Windows oder macOS installiert werden. Weil die oben in der Grafik angegebene Software immer auch in einer Windows-Version verfügbar ist, wird “der Kreative”, ein Bildbearbeiter oder Webschaffender unter Windows- oder macOS arbeiten.

Vom reinen Softwareangebot für Kreative her sind Windows und macOS gegenüber Linux die dominanten Betriebssysteme. Die Software die unter Linux für Kreative verfügbar ist, ist auch unter Windows und in der Regel auch unter macOS verfügbar. 

Diese Dominanz der Betriebssysteme Windows, macOS ist so nicht mehr vorhanden, wenn man Sicherheitsaspekte berücksichtigt*. Dann ist Linux eine ganz hervorragende Wahl, gerade auch für Kreative und Webschaffende. Sowohl Windows- als auch macOS-Nutzer installieren häufig Ubuntu als zweites Operating System um die Möglichkeiten beider Betriebssysteme zu nutzen.


Die neue Europäische Datenschutzverordnung implementiert einen sehr hohen Sicherheitsstandard (siehe hier). Meiner Meinung nach könnte es geboten sein, dass die EU ein Europäisches Linux schafft, um ein Abfliessen von Daten ins nicht-europäische Ausland zu verhindern.

Prinzipiell ist jedes Abfliessen von Daten zu verhindern. Linux Tails, das vergessliche Incognito-Live-System, wäre da eine mögliche Wahl. Linux-Betriebssysteme verhindern schon heute ein Abfliessen von Daten. Ubuntu hat eine kritische Phase einer Partnerschaft mit Amazon über die Amazon Lens überstanden. Siehe dazu den Artikel in der “Zeit”, “Das (meist) freundliche Gesicht von Linux, Seite 3/3: Spyware Ubuntu.”.

 

[1] Wie man das Abfliessen von Daten unter Windows 10 verhindern kann, siehe hier

Ubuntu für die Arbeit [5] – aus leichten Vorbehalten gegen Windows und zum Wohle der Datensicherheit

Ich arbeite mit Linux und Ubuntu [gerne auch mit macOS], weil´s da nicht “gar so viel Kummer” gibt, wie bei Windows. Zwar hat man bei Linux oft den Eindruck, man würde sich die Hose mit der Kneifzange anziehen. Aber das macht dann hinterher immer einen ganz soliden Eindruck.

Heute kam die Meldung herein, daß sich unter Windows in Verbindung mit Chrome die Anmelde-Passwörter stehlen lassen. Eine heiße Geschichte, die hier steht. 

Ich bin ja auch Microsoft-Techniker, aber von den im Zusammenhang mit diesem Angriff erwähnten *.scf-Dateien {das sind shell command files} hatte ich ganz selten nur gehört {- aber ständig genutzt}. Es gibt also gute Gründe Ubuntu und Linux zu nutzen. Sei es nur eine gewisse Sensibilität gegenüber der Vertraulichkeit der eignen Daten. Linux (und auch Apple Unix) hat einfach eine gewisse Tendenz zum Datensicherheits-well-being …

Ein “Spiegel”-Online-Artikel über einen
zufriedenen Ubuntu-User aus 2013

Änderung des Bundesdatenschutzgesetzes verabschiedet

Das Anpassungsgesetz zur Änderung des Bundesdatenschutzgesetzes an die EU-Datenschutz-Grundverordnung wurde in 3. Lesung unter Berücksichtigung der Änderungen des Innenausschusses beschlossen. Der Bundesrat hat dieser Version des Gesetzentwurfs am 12.5.2017 zugestimmt. Damit ist das Gesetz beschlossen.

Es wird – wie die EU-Datenschutz-Grundverordnung – zum 25.5.2018 in Kraft treten.

Siehe eine Zusammenfassung in diesem Blog-Beitrag

Einladung Workshop

Inhalte der EU-Datenschutz-Grundverordnung

Der “kompakte” Gesetzentwurf zur Anpassung des DSG
auf 134 Seiten

Newsletter der IHK Frankfurt, 
DS-GVO II/2017 – Zulässigkeit der Datenverarbeitung

Ein saublöder Computer-Tipp, der Ihrer Sicherheit schadet …

Unsere Computer werden mittlerweile ständig massiv angegriffen. Oft ist nicht so ganz klar, was die Übeltäter wollen. Sie scheinen aber an unsere Daten heranzuwollen. Selbst ein Abmelde-Link in einer Email war schon eine Falle. In die hier aber niemand tappt.

Da ist es manchmal hilfreich, wenn unsere “Welt” auch Computer-Tipps in Artikelform veröffentlicht. Der heutige Tipp ist zwar wohlgemeint, aber brandgefährlich. Die “Welt” zeigt heute nämlich ganz detailliert, wie man den Anmeldebildschirm in Windows deaktiviert.  Sie nennen das Sperrbildschirm und den muß man natürlich “entsperren”, deaktivieren.

Der Anmeldebildschirm sollte aber unbedingt weiterhin erscheinen und Ihr Passwort abfragen! Denn die Zugangskontrolle dient Ihrer Sicherheit und der Sicherheit Ihrer Daten. Es soll eben nicht – jeder der Zugang zu Ihrem Computer hat – an Ihre Daten kommen. Denn Ihre Daten sind schützenswert und das gilt nicht nur für Ihre Bankdaten. Alle Ihre Dokumente, Ihre Datenspuren gehören allein Ihnen. Ein Deaktivieren des “Sperrbildschirmes” könnte auch das Installieren eines Keyloggers oder anderer Schadsoftware ermöglichen.

Also liebe “Welt”, bei aller Bewunderung – dieser Computer-Tipp ist “halbgar”, gefährlich und taugt nichts. Denn das Scheunentor soll gesichert bleiben. Keinesfalls öffnen wir es sperrangelweit …

Ubuntu für die Arbeit [4] – Dateien mit Back in Time sichern

An einer Stelle (hier) hatte ich über Cronopete berichtet. Das ist ein timemachine-ähnliches Programm unter Linux und für Ubuntu. Es hat die Einfachheit von Original Time Machine (siehe hier das Vorbild bei Apple). Der große Vorteil unter Linux ist, wir haben eine Vielzahl weiterer freier Software zur Auswahl.

Ein weiteres timemachine-ähnliches Programm ist Back in Time. Back in Time ist unter Ubuntu aus den Paketquellen (synaptic) installierbar.

* ****** *

[1] Einen ersten Eindruck über Back in Time kann man durch den Beitrag aus LinuxUser aus 2011 gewinnen. Der Beitrag ist auch 2017 einfach hervorragend.

[2] Bei Heise findet man [einen gleichfalls hervorragenden] Artikel hier.

[3] Wichtige Unterstützung findet man auch bei Back in Time bei ubuntuusers.

[4] Back In Time – A Simple backup tool for ubuntu bei Ubuntu Geek

[5] Die aktuelle Version von Back in Time befindet sich hier.

best practices – so gehört´s gemacht

Da wird immer so ein Hype um die best practices gemacht. So mit Ehrfurcht in der Stimme. Beim deutschen Wort Erfolgsmethode kriegt man eher die Krise..

Trotzdem – best practice kommt aus Ami-Landen und die sehen das gewaltig moderater. Nicht als Erfolgsmethode (dann wäre das was mit “success”), sondern als “so-gehört´s gemacht”. Sagen wir es einfach so: best practice meint ein Einreihen in die erfolgreichen Problemlösungen der Vorgänger (und Vorgängerinnen) und ein nutzen der Ideen, die sich als bewährt erwiesen haben. Wäre doch ungeschickt, wenn wir das Rad ständig neu erfinden müssten …

Und da haben wir als best practices in Germany die Empfehlungen des BSI zur Datensicherheit: den IT-Grundschutz. Das klingt nicht gar so peppig, hat sich aber bewährt. Vor allem kann jederman (und jede Frau) das hier beim BSI nachlesen und an seinem Arbeitsplatz anstreben <do it!> …

Sicherheitslücke in Windows ermöglicht Hackerangriff auf Krankenhäuser und Firmen


Eine Sicherheitslücke in Windows ermöglicht Hackern momentan einen großen Angriff auf die Computer der Krankenhäuser und Firmen.

Damit keine Panik oder satte Zufriedenheit aufkommt: auch die Nicht-Windows-Betriebssysteme enthalten Sicherheitslücken. Sogar Linux und iOS/macOS. Es liegt also nicht nur an Windows. {Es liegt an den Sicherheitslücken, die man nicht kennt, die jedoch vielleicht ein talentierter Cyberkrimneller kennt und für seine finsteren Pläne nutzen kann. Kuckst Du zum Beispiel hier}. Abhilfe leisten immer Sicherheitsupdates. Die Hersteller und gerade auch Microsoft reagieren in der Regel sehr fix.

Artikel aus den “Stuttgarter Nachrichten”

Mittlerweile hat sich der Hackerangriff zu einer weltweiten Geschichte ausgeweitet. Eine Übersichtskarte kann man sich hier bei der Ney York Times ansehen.

Zur Beruhigung. Dieser (und auch nur dieser) Hackerangriff wird nicht fortgesetzt, da ein talentierter Informatiker den Code durchgesehen hat und eine Stopp-Domain im Code erspechtet hat. Flugs hat er diese Domain mit einem elendlangen Domainnamen angemeldet und dieser Spuk ist gestoppt [Quelle “Welt” gegen 14 Uhr].


zum Exploid siehe wikipedia

MS17-010: Sicherheitsupdate für Windows-SMB-Server: 14. März 2017;
welches über das automatische Update installiert wird

Heise am 3.2.2017 zur Zero-Day-Lücke
in der SMB-Bibliothek von Windows

Damit Linux-User nicht übermütig werden –
es gab fünf Jahre eine Sicherheitslücke in Samba
(Meldung aus 2015): “Kritische Schwachstelle im Samba-Server”

Damit Mac-User nicht übermütig werden –
macOS: Sicherheitslücke erlaubt
das Auslesen von Passwörtern

Haftung für mangelhafte Software gefordert,
Bericht Deutschlandfunk

 

Hackerangriff auf die Bahn, sogar “bei uns” in Stuttgart

Die Cyberkriminellen kennen keinen Feierabend und keinen Halt. Diesmal trifft ein Hackerangriff unsere bewährte Deutsche Bahn. Wie sage ich immer: Bahn – das Leben in vollen Zügen geniessen.

In Stuttgart manipulieren Hacker scheinbar die elektronischen Anzeigetafeln. Hier zum Bericht aus den “Stuttgarter Nachrichten”.


[1] FAZ: Weltweite Cyberattacke trifft Computer der Deutschen Bahn

[2] “Welt”: Hackerattacke sorgt für Probleme bei der Deutschen Bahn