Ordnende Elemente. Elementare Ordnung. Card-, Metro-Design und De Stijl.

In diesem Jahr: 100 Jahre De Stijl. Die Ähnlichkeit des modernen webdesigns mit den Gedanken und der Kunst von De Stjl ist frappierend.

Im Prinzip machen wir 100 Jahre nach De Stijl im webdesign gerade De Stijl. Eine junggebliebene Kunst. Die auch die Umbruchszeit des vorigen Jahrhunderts reflektiert. Damals Industriealisierung – heute Digitalisierung und Industrie 4.0. Wir liefern im webdesign gerade “De Stijl 4.0”.

Der reine Rezipient wird trotzdem nie zum Künstler. Der Kopist bleibt ständig Rezipient. Zumindest solange – bis er [aus sich heraus] die Form und den Stil durchbricht.

Links.
De Stijl in wikipedia
Artikel über De Stijl in The Art Story Modern Art Insight

Abbildungen.
Oben:
“Composition XXII”
von
 Theo van Doesburg
aus dem Jahr 1922

Unten:
Rietvelds Haus für Truus Schröder in Utrecht
[Rietvelds Haus ist seit dem Jahr 2000 Weltkulturerbe].
Das Riedveld-Schröder Haus bei Wikipedia.

Digital Designer sind Künstler.

Wäre übrigens immer Künstler – weil Showrooms immer Werbung sind und weil Werbeagenturen immer Künstler sind [das ist zum Beispiel hier gut beschrieben]. In der ganz klaren Abgrenzung zum programmierenden Webdesigner bin ich ein nicht-programmierender digitaler Bildbearbeiter. Bei mir bestehen websites/Showräume aus Bildern und ergeben ein Gesamtbild [Text included], welches ansprechen muß. Eine andere Sicht macht für mich angesichts von Milliarden an Internet-Dokumenten keinen Sinn.

Ich bin seit 30 Jahren IT-ler und meine IT hat die Richtung Digital Design und Visualisierung eingeschlagen. Das war eine Entwicklung. {In 30 Jahren muß und kann sich das entwickeln}.

Die Kunst hat sich von den Algorithmen befreit. In der Beratung spielen “die” Algorithmen und best practices natürlich eine Rolle. Als “Künstler” spielt man dagegen algorithmenfrei mit Möglichkeiten, Chancen und lernt demütig ständig neu …

Hilfe (“Ratschlag”) zur Künstlersozialabgabe bei Künstlersozialabgabehilfe.de vom größten Fachanwalt: dem Dr. Sperling.

Info zur Künstlersozialabgabe bei Lexware 

Farbenpracht, Color Surge – aktueller visueller Trend

Color Surge ist nach Getty Images aktueller visueller Trend. Was ich wusste. Die Surfer haben sich auch an meinen dritten Internetauftritt = Showroom schnell gewöhnt. Es findet auch bei diesen intensiven Farben relativ schnell eine Eingewöhnung des Sehens statt.

In dem Webinar von Getty “Visuelle Trends im Alltag” bekommt man recht kompakt einen Überblick über aktuelle Trends in Fotografie und Gestaltung.

Unten:
Farbenpracht (Color Surge) im Alltag: ein Messerset/Messerblock in einem Einrichtungshaus. Sogar die “heikle Farbe” lila wird in das Set aufgenommen. Lila (Pink Yarrow) wird gerade sehenstechnisch “rehabilitiert”.

Vor Jahren noch hatte ein Messergriff “in jeder Farbe von Schwarz” zu sein. Farbe befreit auch aus Konventionen. {Obgleich ich für mich einen lila Messergriff “als eher eckelig” bezeichnen würde. Zumindest genau jenen lila Messergriff. Trotzdem – eine Befreiung aus der Konvention des Standard-Sehens!}

Selbstverständlich hat Apple gerade ein iPhone in der Farbe Rot herausgebracht (siehe hier). Ist dies Color Surge mit humanitärem Ziel (!) und bewusstem Engagement?

Bereits früher gab es von Apple zahlreiche “Product Red”-Produkte – vor allem im Zubehörbereich, sowie auch komplette Hardware. So konnte man verschiedene iPod-Modelle, etwa den iPod nano und den iPod touch, als Charity-Produkt erwerben, ebenso wie Apple-Watch-Armbänder, iPhone- und iPad-Hüllen. Die Firma Beats im Apple-Konzern produziert “Product Red”-Kopfhörer.

Mehreinnahmen aus den Produkt-Red-Erlösen fliessen stets dem Global Fund zu, welcher sich dem Kampf gegen Aids, Tuberkulose und Malaria widmet. Hier zum Global Fund.

Apple engagiert sich mit der Produkt-Farbe Rot also aktiv im Kampf gegen die großen Menschheitsseuchen: Aids, Tuberkulose, Malaria. Die Wahl der Farbe Rot ist bewusste Wahl und Ausdruck des humanitären Engagements. Apples Produkt-Red Kampagne ist somit kein Color Surge, sondern Nutzung der Design- und Marketing-Kompetenz für das Gemeinwohl.


Links
1). Product Red eine Initiative von Bono und Bobby Shriver

2). Apple Product Red page

Ubuntu für die Arbeit [1] – meine Arbeitsumgebung

Mein Selbstbaurechner (unter Verwendung eines übriggebliebenen Gehäuses) mit dem AMD A4 7300er läuft immer noch täglich rasant schnell ohne Fehler, Viren und Schädlinge. Hier unter dem neuen Ubuntu Mate 17.04.

Unter Ubuntu Mate erledige ich alle meine Bürosachen. Ubuntu ist zum Beispiel flinker als Windows 10, weil bei Ubuntu nicht der Virenscanner mitläuft. Das ständige Mitlaufen des Virenscanners unter Windows 10 bremst den Rechner dort “etwas” aus.

Ubuntu Mate 17.04 Test im “Standard”
Ubuntu Mate 17.04 bei OMG! Ubuntu!
Keine Anti-Virensoftware bei Ubuntu – siehe BSI für Bürger

Der McDonalds-[Pommes Frites-]-Showroom im Card Design

Vorausschicken möchte ich, als bestager esse ich eher nicht (bis nie) bei McDonalds. Wir kaufen unsere gesunden Zutaten noch selbst. Man muß trotzdem anmerken, dass Du – wenn Du vorurteilsfrei – in die McDonalds Restaurants schaust, viele gut gelaunte höchst magere junge Leute siehst, die da vergnügt schlemmen.

McDonalds ist ein Brand, eine der erfolgreichsten Marken der Welt. Selbstverständlich sehe ich mir auch den Internetauftritt der Firma Mc Donald´s an.

Ein erfolgreicher Konzern hat in der Regel auch eine gut designte Site (zumindest in der Regel). Am Gelde soll es ja nicht fehlen. Heute geht es um die neue Werbung für Pommes Frites von McDonald´s.

Die Pommes Frites von McDonalds hatten ein kleines Imageproblem. Durch Medienberichte wurde kommuniziert, dass Pommes von McDonalds Rindfleischaroma (und Silikon) enthalten. Amerikanische Vegetarier und Veganer haben das Vorhandensein von Rindfleischaroma in den Pommes beanstandet. Eine Quelle findet sich dazu hier.

   McDonalds setzt bei der Promotion für Pommes auf ein klares Carddesign. Dadurch wird die Seite strukturiert gegliedert und ist auch auf den mobile devices gut darstellbar.

Vom Kontrast her eher nicht gelungen sind die weißen Cards auf weißem Hintergrund. Ganz hervorragend ist die Leadcard (die header card): Die Firma wird zu M stilisiert und die Pommes auf einer Hand präsentiert. Man beachte den weißen Kittel mit Kochgewand-Anmutung, der über den Händen sichtbar ist. In der anderen Hand siehst Du das geschälte Naturprodukt Kartoffel. Jaaa, aus Kartoffeln bereitet man Pommes.

In der Ausgestaltung der einzelnen Cards werden auch komplementäre Produkte zu Pommes wie Ketchup dargestellt. Eine animierte Card für das Öl (das Fritierfett).

Das ist ein Showroom für Pommes Frites von McDonalds unter perfekter Ausnutzung des Card Designs. Kritische Fragen wie die Frage von Alice (hätte ja auch gewundert, wenn das nicht gerade Alice gefragt hätte), ob das Fett in der Friteuse auch glutenfrei ist, werden kompetent beantwortet.

Fraglich ist, ob die Card “Kartoffeln muß man behandeln wie Frauen” wirklich eine zielführende Idee ist. Ich halte es nicht für eine gute Idee mit blöden Sprüchen Frauenbewegte und (mindestens) 50 % der Menschheit zu irritieren. Produkte sind schon wegen weniger blöden Sprüchen nicht gekauft worden.

Die Card “Unser Versprechen” ist in der Schriftgrösse zu klein gestaltet. Das Versprechen ist etwas höchst Zentrales und hätte größer (und auf jeden Fall anders, zum Beispiel durch Schriftart) ausgeprägt werden müssen.

Schön ist eine beinahe durchgängige britische Selbstironie. Wie man hier in der Movie-Card sieht.

Wer sich die Site ansehen möchte, der klicke hier.

Die elementaren Steps im SK Showroom Konzept (Folien)

[1] Das Showroom Konzept kommuniziert Stärken und nix anderes. Wir machen Stärken (des Produktes, des Sevices, der Firma) erlebbar. Erlebbar-machen ist ein lebendiges = spaßmachendes Konzept.

[2] Die Zielgruppe finden, deren Bedürfnisse zu Ihren Stärken passt. Wie sagt das Sprichwort: Allen Menschen recht getan, ist eine Kunst, die niemand kann. Darum sprechen wir die an, die Interesse an unseren Stärken haben.

* *  *  * *

[1] Zentral im Showroom-Konzept ist das Wertversprechen.

[2] Der Showroom soll dabei unbedingt dem Geschäftsmodell entsprechen. Der Showroom darf dem Erlösmodell und der Wertschöpfungskette entsprechen. {Erlösmodell/Wert-schöpfungskette sind zentrale Begriffe im Showroom-Konzept. Beide Begriffe dürfen wir nicht verschämt verschweigen(!)}