[Übung] Abenteuer Marke… Zum Thema Magie in Warenwelten.

Mein neues Projekt bei Behance:
“Wunderbare Werbe-Warenwelten”.

Die Tragetasche (“Tüte”) der Marke kommuniziert die Markenbotschaft stilvoll in die Welt. Wunderbare Werbe-Warenwelt!

Für diese Fotoreihe wollte ich eine “Punker”-Barbie beschaffen. Die Verkäuferinnen haben mich nur entgeistert angesehen – denn es gibt wahrscheinlich auf der ganzen Welt keine “Punker”-Barbie.

 

Selbst ein profaner Mülleimer wird durch diese Tragetasche optisch zum Kunstwerk. Da findet ein Schönheits-Transfer* (T auf M) statt. Wie man deutlich sieht, ist die Tragetasche des Markenherstellers ein Beispiel für perfekte nonverbale Markenkommunikation.

Es ist wichtig, dass man den Mülleimer als profan erkennt. Denn das Wort “profan” spiegelt die säkularisierte Transzendenz der Marke als Abgrenzung zur gewöhnlichen Alltagswelt wieder. Selbst die “einfache” Papp-Tragetasche transzendiert den “schnöden” Papierkorb. Man erkennt aus dem Foto: Es ist Ziel der Marke den Alltag des Menschen zu verschönern. Und das gelingt …


* Der Schönheits-Transfer ist gängiges Prinzip.
Man denke nur an die Ehen von wunderschönen Frauen
mit eher hässlichen Männern.
Der Schönheits-Transfer ist erkennbar mehr Prinzip
als erklärbar.

{ REM. }   So von der Ausprägung der Geschlechterrolle her (- sprich der erlebten Erziehung in der Kindheit), hast du als bestager-Mann (aufgewachsen in den 60-ern) in Bezug auf das Spielen mit Barbies einen enormen Nachholbedarf.

Damals war es für Knaben/Burschen/Jungen/young males [leider] nicht opportun (“angesagt”) mit Puppen oder Barbies zu spielen. (Dies wurde als “unmännlich” gänzlich untersagt {bzw. war undenkbar}, oft auch aus latenter Furcht, dass mit Barbiepuppen spielende Knaben/Burschen/Jungen/young males in eingetragenen Lebenspartnerschaften landen, welche es damals rechtlich natürlich noch nicht gab).

Als Bursche hattest du “zu hämmern”, Cowboy-zu-spielen, mit der Eisen- oder Carrera-Bahn zu spielen. Das war eine gewisse Einengung der spielerischen Möglichkeiten. Denn – auch mit Barbies spielen ist cool! Da löst alleine schon das Barbie-Fotografieren als bestager-male gewisse “Konditionierungen” etwas auf, wirkt befreiend und rollenerweiternd.

 Es versteht sich, dass ich – falls ich noch einmal Vater einer Tochter werde – dieser auch Hämmer, Eisenbahnen, Carrerabahnen etc. zum Spielen geben werde, denn da erhält man/frau mehr Möglichkeiten …