Visual Impact und Omnichannel im Showroom Konzept

Lassen wir mal diese Probleme wie Investition in die LED-Beleuchtung der Stores. Die aber nicht unerheblich Mittel bindet, sprich Geld kostet. Entscheidender als eine reine Kostenbetrachtung ist für den Einzelhandel die digitale Strategie – denn gerade der Einzelhandel steht durch die Digitalisierung unter Druck.

Zum einen ist durch jene, die bereits via Internet handeln, ein Margenverfall in der real world bei den stationären Händlern eingetreten*. All die (unsichtbaren) Händler im Internet knabbern an den Margen der klassischen Einzelhändler in der real world.

Das Patentrezept: “sollen die Einzelhändler doch online gehen”, kann die Probleme nicht lösen, sondern verschleppt und verzögert sogar noch die Problemlösung. Denn im Internet konkurrieren die Einzelhändler mit den vorhandenen großen Online-Anbietern und den neuhinzugekommenen vielen kleinen Einzelhändlern mit kleinem Shop. Folge: Die vielen kleinen Onlineshops vervespern sich gegenseitig.

Dieses Standardrezept kann’s also nicht sein, da ja der größte Onlinehändler der Welt (und das ist Amazon) in die real world geht. Amazon dringt mit Amazon Fresh in die Bereiche des Lebensmittelhandels vor [1]. Tausende kleine Lebensmittelhändler im stationären Handel werden vom Markt verschwinden [und deren Arbeitsplätze gleich mit].

Eine Lösung kann nur das Showroom Konzept liefern, welches auch auf benchmarking beruht. Nur durch konsequenten Visual Impact sowohl in der (Laden-)Fläche als auch im Store kann eine effektive Handlungsstrategie der Einzelhändler entwickelt werden. Und Visual Impact heißt nicht nur Deko des Stores, sondern Investition in moderne Prozesse und IT-Technik.

[1] Amazon Fresh liefert über DHL aus.

[2] BTE Handelsverband Textil – über Investitionen die Zukunft sichern.

[3] Omni-channel retail A Deloitte Point of View, Feb. 2015


*Als Kostenvorteil des Online-Handels wird gemeinhin immer erwähnt, daß die fixen Kosten der Online-Händler niedriger seien, weil diese eben kein Ladengeschäft unterhalten müssten.

Die Nennung des Kostenvorteils entfallende Mietkosten geht aber am Kernproblem vorbei: Man muß unbedingt sehen, dass gerade der Online-Handel sehr viele der betrieblichen Prozesse konsequent optimiert hat. Der Kostenvorteil des nicht-stationären Handels rührt aus der Optimierung der betrieblichen Prozesse her.